Frau Winterhalter, die Schulsozialarbeiterin der Gustav-Heinemann-Schule, informierte über ihre vielfältigen Tätigkeiten im Schulalltag. Unter anderem unterstützt sie bei der Pausenbetreuung. Häufig ist sie hier Streitschlichter oder Ansprechpartner, wenn die Kinder Konflikte nicht selbstständig gelöst bekommen. Auch in der Nachmittagsbetreuung unterstützt sie darüber hinaus einmal wöchentlich mit einem Angebot, welches sich an Kinder richtet, die z.B. Konzentrationsschwierigkeiten oder Lernschwächen vorweisen. Hieran nehmen auch Kinder teil, welche nicht im Ganztag betreut werden. Frau Winterhalter bietet dabei ganz individuelle Möglichkeiten zur besseren Konzentration, was in der normalen Lernzeit der Ganztagskinder so nicht leistbar wäre. Es ist zu erkennen, dass die Zahl derer, die die Unterstützung der Schulsozialarbeit in Anspruch nehmen, nach einer Kennenlernphase deutlich gestiegen ist. Mit der Schulleitung zusammen hat sie auch viele Projekte initiiert. So kam beispielsweise die „theaterpädagogische werkstatt“ an die Schule mit der Aufführung „Die große Nein-Tonne“. Frau Winterhalter bietet niederschwellige Kontaktmöglichkeit sowohl für Kinder, Eltern aber auch für die Lehrkräfte. Es besteht die Möglichkeit, jederzeit zu ihr ins Büro in der Schule zu kommen aber auch telefonisch oder per Mail Kontakt aufzunehmen.
Bedauerlicherweise informierte sie darüber, dass sie zum März eine neue Tätigkeit beginnen wird. Frau Leppert-Markl, Schulleitung der GHS, sowie Frau Komotzki, Leitung der Schulsozialarbeit der Caritas, waren ebenfalls anwesend und wiesen darauf hin, dass schon Gespräche mit einer möglichen Nachfolgerin geführt wurden. Beide waren zuversichtlich, dass eine nahtlose Weiterführung der Schulsozialarbeit erfolgen kann. Wir von MitEiNANDER bedauern den Weggang von Frau Winterhalter sehr, gab es doch sehr viele positive Eindrücke und Rückmeldungen. Wir hoffen, dass die wertvolle Arbeit der Schulsozialarbeit lückenlos weitergeführt werden kann. Einstimmig beauftragte man die Stadt Lichtenau ab 1. August 2026 eine neue vertragliche Vereinbarung über die Durchführung der Schulsozialarbeit an der Gustav-Heinemann-Grundschule (GHS) in Lichtenau mit dem Caritasverband für den Landkreis Rastatt e.V. einzugehen. Die erforderlichen finanziellen Mittel sollen bis auf weiteres in den Haushalt für das jeweilige Haushaltsjahr eingestellt werden.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Neubeschaffung eines Fahrzeuges für den Bauhof. Es handelt sich hierbei um einen Opel Movano, 3,5 to, 2,2 Diesel mit Kosten von rund. 40.000 €. Leider unvermeidbare Kosten, die im Haushalt nicht eingeplant waren. Auch alternative Antriebstechnik z.B. Strom wurde von Seiten der Stadt geprüft, jedoch aufgrund sehr hoher Beschaffungskosten und fehlender Ladeeinrichtung nicht weiterverfolgt. Die Beschaffung eines Fahrzeuges ist so bald wie möglich notwendig, da der Bauhof momentan ein angemietetes Leihfahrzeug nutzt, um die anfallenden Arbeiten ordnungsgemäß verrichten zu können.
Des Weiteren wurde informiert, dass die Kommunen gesetzlich verpflichtet sind, sich für den Katastrophenfall zu rüsten. Gemeinsam mit Feuerwehr und dem DRK wurde ein Krisenhandbuch erarbeitet. Die klimabedingte und weltpolitische Lage macht unserer Meinung nach solche Maßnahmen leider immer notwendiger. Bei der Erstellung wurde ersichtlich, dass es von elementarer Bedeutung ist, zentrale Einheiten bei Ausfall des Stromnetzes einsatzfähig zu halten. Als zentrale Einheiten wurden dabei das Feuerwehrhaus (Einsatzzentrale), das Rathaus (Organisationszentrale) und die Stadthalle (Sammelstelle/Wärmehalle für Bürgerinnen und Bürger) identifiziert. In einem ersten Schritt soll nun das Feuerwehrhaus in Lichtenau mit einer Netzersatzanlage ausgestattet werden, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr bei längerfristigem Stromausfall gewährleisten zu können. Hierfür wurden in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr drei Angebote eingeholt. Außerdem wurde aus den Unterlagen deutlich, dass die Feuerwehr wieder einmal bereit ist, bei den Arbeiten zu unterstützen, um Kosten zu sparen. Feuerwehrkommandant Rolf Müller war bei der Sitzung anwesend, um bei Unklarheiten Auskunft zu geben. Der Gemeinderat hat sich bei der einstimmigen Abstimmung für das mit großem Abstand kostengünstigste Angebot der Fa. Gebäude- und Elektrotechnik Italiano zum Angebotspreis von 47.399,15 € entschieden. Für die Erstellung einer notwendigen Hoftankstelle sollen 2.000€ bereitgestellt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, entsprechende Fördermittel zu beantragen sowie entsprechende Mittel in den Haushaltsplan 2026 einzustellen. Das feuerwehrinterne Engagement, für die Stadt hier große Einsparungen zu realisieren, muss besonders positiv bewertet werden.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Finanzlagebericht des Kämmerers. Bisher waren wir von einem Minus in 2025 von ca 1,5 Millionen Euro ausgegangen. Die aktuellen Auswertungen ergaben nun jedoch Mehrerträge in Höhe von über 333.000 Euro und Minderausgaben von 876.000 Euro, wodurch sich das Gesamtergebnis auf einen Verlust von knapp 290.000 Euro deutlich verbessert hat. Hintergrund ist u.a., dass einige Projekte in 2025 nicht fertiggestellt wurden und somit nicht zur Abrechnung kamen. Die Belastung wird in das Jahr 2026 verschoben. Das jetzt prognostizierte Defizit bringt etwas Entlastung, entbindet uns jedoch nicht davon, alle anstehenden Ausgaben trotzdem weiterhin kritisch zu beleuchten. In einer geplanten Klausur werden wir den Haushaltsplanentwurf 2026 genau ansehen und entscheiden, ob wir evtl. bei den Freiwilligkeitsleistungen die bisherigen Regelungen verändern sollten, ob wir die Pflichtaufgaben einer genaueren Prüfung unterziehen, ob bei den Einnahmen für kommunale Leistungen Anpassungen notwendig sein werden.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde, dem Verein „Bühler Tafel e. V.“ für den Zeitraum 01.01.2026 bis zum 31.12.2026 einen – von der Kundenfrequenz im Verhältnis mit den umliegenden Kommunen abhängigen – jährlichen Zuschuss zu gewähren. Für das Jahr 2026 beträgt dieser Zuschuss nach der vorliegenden Berechnung 1.300 €. Auch soll die Hälfte der Fahrtkosten für Tafelkunden aus der Stadt Lichtenau übernommen werden, was wir von MiTEiNANDER sehr begrüßen, da die Anfahrt mit dem Bus im Verhältnis zu den Ausgaben der Kunden sehr teuer ist.
Am Ende der Sitzung stimmte der Gemeinderat einstimmig mehrerer Spenden zu. Geldspenden in Höhe von jeweils 250 Euro von der Firma Haas & Haas GmbH erhalten folgende Einrichtungen: die Kindergärten „ARUBA“ Muckenschopf, „Rasselbande“ Lichtenau und „Die kleinen Strolche“ Grauelsbaum, die Integrationsspielgruppe der Stadt Lichtenau „Lichtenauer Frechdachse“ sowie die Jugendfeuerwehr Lichtenau. Außerdem wurde die Spendenannahme der Firma Straub GmbH Eisen- und Stahlhandel beschlossen, welche der Feuerwehr Lichtenau eine Geldspende in Höhe von 1.210,99 € übergeben möchte zur Anschaffung eines Industrie Tablets mit 2 D Scanner plus Zubehör.



